2011

Die Idee eigenes Bier zu brauen, wurde im Frühjahr 2011, wahrscheinlich aus einer Bierlaune heraus, von Steffen Gerhard und Mario Möldner auf die Welt gebracht.  Nachdem wir dann kurze Zeit später den Braumeister Ingo Saßmannshausen kennengelernt hatten, konnte es (theoretisch) losgehen.

Doch Bierbrauen ist nicht so einfach und bedarf vieler technischer Hilfsmittel. So wurde zunächst dank Ingos zahlreicher Kontakte in die Brauerszene, ein gebrauchter kleiner Braukessel mit unglaublichen 50l Nettoausstoß ergattert, der zunächst noch einiger Umbauarbeiten bedurfte. Da es mit dem Brauen alleine jedoch nicht getan ist, folgten im August 2011 dann noch eine 200l Milchkühlung und eine Kühlzelle, um die zu brauende Würze während der Hauptgärung und der anschließenden Reifelagerung auch kühlen zu können. Weiterhin wurden Fässer benötigt. Nachdem so allmählich nach und nach alles organisiert war, konnte es endlich los gehen und der erste Sud konnte gemacht werden.

Aber halt, nicht so eilig, das Wichtigste fehlt ja noch: die Registrierung beim Hauptzollamt Dortmund, damit das hergestellte Bier auch ordnungsgemäß versteuert werden kann.

7 Wochen später war es dann endlich so weit und die ersten 45l dunkles Märzenbier waren fertig und wurden dann gleich in der Nachbarschaft bei Alex auf dem Geburtstag „gelöscht“

So ging es dann Schlag auf Schlag, jeder wollte probieren und es herrschte ständig Biernot. So wurde schnell der Ruf nach einem neuen Sudwerk laut.

2012

Bis in den Sommer 2012 wurde noch mit dem alten Braukessel gebraut, im Frühsommer dann auch die zweite Biersorte, Pilsener etabliert.

Nach den ersten Erfahrungen mit dem alten Kessel, Ingos Fachwissen über den Brauprozeß und den Konstruktionserfahrungen von Steffen und Mario, reiften dann konkretere Pläne für die Eigenentwicklung des neuen Sudwerks. 200l Nettoausstoß sollte es haben, ganz aus Edelstahl sein und natürlich glänzen. Steffen wurde 2 Wochen eingeschlossen um die 3D Modelle, .dxf Daten und einen kompletten Zeichnungssatz zu erstellen, damit die neue Wundermaschine ja auch rechtzeitig zur großen Feier am 03. Oktober fertig sein würde. Da wollten nämlich die Sauerlandmusikanten kommen und Blasmusik vom Feinsten spielen, und das geht nun mal überhaupt nicht ohne Bier. Und so kam es, daß das neue Sudwerk pünktlich am 03. Oktober 2012 seinen Dienst aufnahm und der erste Sud dunkles Märzen gebraut wurde.

Kaum war das neue Sudwerk in Betrieb, waren Milchkühlung und Kühlzelle zu klein, also folgten umgehend der Neubau eines Kühlhauses und der Erwerb einer 650l Milchkühlung.

2013

Im Frühjahr 2013, am 23. April, dem Tag des Bieres, kam Radio Siegen zu uns, um sich das Treiben der Brauer in den Mauern der alten Lederwarenmanufaktur anzuschauen und in einem Radiointerview darüber zu berichten. Da die Berichte sonst immer aus den großen, renomierten Brauereien kamen, wollte Radio Siegen diesmal von einer kleinen Hobbybrauerei berichten. Das hat uns natürlich sehr erstaunt und war eine große Ehre für die noch sehr kleine und junge Brauerei.

Hier noch ein nettes Foto, aufgenommen nach dem Interview. Vielen Dank an Bernd Müller von Radio Siegen.

Radiointerview

v.l.n.r.: Alexandra Möldner, Hermann Lenneper, Mario Möldner, Ingo Saßmannshausen, Steffen Gerhard

 

Hier der Live- Mitschnitt des Radio Interviews: